Portrait der Autorin Ruth Piehler

Die Autorin Ruth Piehler


Die Titelseite des Buches Patherherz in Not

Titelseite von „Patherherz in Not“

Voller Humor und Mutterwitz

Ruth Piehler hat dieses Büchlein geschrieben. Das sieht ihr ähnlich. Es passt zu ihr.
Da liegt sie nun todsterbenskrank auf einem knochenharten OP-Tisch, scherzt mit den Chirurgen und Assistenten und zwinkert ihnen obendrein noch mit einem Auge zu.
Zwischen Traum und Wirklichkeit – an der Grenze von Diesseits und Jenseits – sieht sie ihren geliebten Vater hoch über sich im Himmel. Leibhaftig steht er da auf einem Wolkenfelsen, aufrecht und in einem preußischen Militärmantel, der ihm bis auf die Füße reicht. Ganz deutlich sieht sie sein Gesicht vor sich und hört ihn sagen: „Liebe Tochter, es ist noch nicht soweit.“
So bleibt ihr nichts weiter übrig, als hierzubleiben, hier unten bei uns, hier unter uns. Und das ist auch gut so!
Der Vorhang, der sich für kurze Zeit geschlossen hatte, öffnet sich wieder.
Ruth Piehler kehrt ins Leben zurück.
Was sie im Krankenhaus und in der Reha-Klinik erlebt und empfunden hat, das hat die Autorin in Worten und zahlreichen kleinen Skizzen auf ihren Manuskriptseiten festgehalten. Maika Kraemer, eine junge Gestalterin aus Dresden, hat daraus zauberhafte Illustrationen gemacht.
Dies hier ist kein trockener Krankenbericht und auch kein spektakulärer Krankenhausreport, sondern eine literarische Episode voller hintergründigem Humor und lebensfrohem Mutterwitz.
Wer beim Lesen dieser Zeilen nicht wenigstens dreimal schmunzelt oder eimal kräftig lacht, der muss wirklich dringend zum Arzt.
Ruth Piehler hat eine neue Herzklappe und einen Schrittmacher dazu und gute Augen hat sie auch. Die Seitenhiebe, die sie so manchem Zeitgenossen unter uns verpasst, sind nicht schmerzhaft, aber heilsam.

Heinz Freiberg

Ihr bringe Ihre Geschichte zur Sprache

Sehr geehrte Frau Piehler!

Ihre Erzählung „Panther-Herz in Not“ habe ich sowohl mit großem Vergnügen als auch mit Betroffenheit gelesen. Als Ministerin, die auch für die Gesundheit im Freistaat Thüringen zuständig ist, verstehe ich Ihre Empörung, auch wenn sie von Ironie und Humor ein wenig gemildert erscheint. Sie können sicher sein, dass ich Ihre Geschichte nicht vergessen werde und sie zur Sprache bringe, wo es notwendig erscheint.

Christine Lieberknecht
Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit


Portrait der Autorin Elli Erge

Die Autorin Elli Erge


Der rote Einband des Buches Die amuroesen Abenteuer des Mister X, der Buchtitel befindet sich im oberen Drittel

Titelseite von „Mister X“

Treffend einfach formuliert

Elli Erge, meine Mutter, schreibt.
Noch immer!
Diesmal, und das mit 88 Jahren, ist es ein Ausflug in die Amouren eines jungen Mannes, ihr wohlbekannt. Sie schreibt mit einem zwinkernden Auge! Dem Leser bleibt es nicht erspart, die erfolglose Suche „nach der Leiche im Keller“ mit zu verfolgen!
Mit Witz und Charme, treffend einfach formuliert, versucht sie, die Gefühlswelt des jungen Mannes zu erfassen und das gottlob ohne den erhobenen Zeigefinger.
Wenngleich der Eindruck einer doch etwas tragischen Figur des Mister X entstehen mag, sei an dieser Stelle bemerkt, dass Mister X in seiner Familie gut aufgefangen ist und er die Hoffnung nicht verloren hat, in seinem Leben die zu ihm passende Gefährtin doch noch zu treffen.
Die Wahl wird nicht einfacher. Wer weiß.
Bemerkenswert ist, wie intensiv sich meine Mutter mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat, sehr gut recherchierte und dabei mit ihrem eigenen, zuweilen schwarzen, Humor die wesentlichen Dinge, die Liebe betreffend, lesenswert zu Papier brachte.
Diese kleine Broschüre aus der Reihe ihrer bereits vielfältigen Veröffentlichungen zu den Alltagsbegebenheiten von uns Menschen ergänzt ihre Flexibilität und Spannbreite an Gedanken wie immer kein bisschen langweilig, sondern schmunzelnd unterhaltsam mit einem winzigen Rückblick auf ihr eigenes Liebesleben.
„Ich kann nicht über meine Gefühle schreiben, ich war es nie gewohnt“ sagt sie und wagt es dennoch.
Respekt, Mutter!

Thekla Batereau


Naschsüchtig

Elli Erge hat Mäuschen gespielt. Sie ist ganz still dabei gewesen, wollte sie doch nicht erwischt werden. Dem Vorwort von Thekla Batereau ist nichts hinzuzufügen. VIelleicht nur soviel: Liebe Elli Erge, bitte servieren Sie uns noch mehr von diesen herrlichen literarischen Früchten. Ich kann das Naschen davon nicht mehr lassen.

Heinz Freiberg


Titelseite von „Die armen Reichen“

Titelseite von „Die armen Reichen“

Auf ein Portrait musste verzichtet werden, da der Autor unter Pseudonym geschrieben hat und unerkannt bleiben möchte
(Anmerkung des Verlegers)

Hintersinniges aus der Begegnung mit dem Schlaraffenland

„Es hat mir so wollen behagen, mit Lachen die Wahrheit zu sagen.“ Diesem Motto folgt Robert G. Lachmann, indem er in seiner unnachahmlich humorvollen und doch tiefgründigen Art diese 28 Episoden schreibt, die er im Vorwort als „Märchen“ bezeichnet.

Da zieht es das literarische Ich und seine Frau als „Hausmeisterehepaar“ 1999 ins Salzkammergut – nicht zum Entspannen, sondern zum Arbeiten, denn das eigene Heim und man selbst müssen finanziell erhalten werden. Die großzügige Einrichtung der dem Ehepaar zur Verfügung gestellten Wohnung lässt Rückschlüsse auf den Luxus zu, der sich bei der „Gnädigen“ bietet. Und richtig – was der Autor sich in seinen kühnsten Träumen nur vorstellen konnte, wird bei der nun angetretenen Arbeitsstelle Realität: Ein riesiges Gelände mit Garten, Schwimmbad, Terrassen und anderen Annehmlichkeiten muss erhalten werden. An Skurrilem hat dieser Arbeitsplatz genug zu bieten, so zum Beispiel die eigensinnigen Papageien und scharfen Hunde, die bei Laune gehalten werden müssen. Dreh- und Angelpunkt, wovon das Buch lebt, sind jedoch die eigensinnigen Launen der „Gnädigen“, die ganz allein in diesem Luxus lebt, täglich für neue, meist böse, Überraschungen sorgt und das Hausmeisterehepaar stets vor neue Herausforderungen stellt. Mit eigenem Witz und Unerschrockenheit meistert das Ehepaar jedoch auch die größten Hürden und wird dafür zu Weihnachten großzügig entlohnt.

Warum sind nun die Reichen arm? Vielleicht wegen ihrer Einsamkeit – die Gnädige lebt allein – und wegen ihrer ständigen Angst vor Diebstahl – das Haus strotzt vor Alarmanlagen. Die Reichen sind, so lässt es das Buch erahnen, auch arm, weil sie eben das Gute, auch das charakterlich Wertvolle, das nichts kostet, wenig zu schätzen wissen und den Zusammenhalt nicht kennen, der entsteht, wenn Menschen in Schwierigkeiten zusammengeschweißt werden, um gemeinsam das Schwere durchzustehen.

Als Fazit gibt der Autor dem Leser mit auf den Weg: „Solange Ihr Herz offen ist für die Wahrheit, so lange werden Sie den Strand Ihrer Träume finden.“

Ein Buch, das durchweg spannend ist und zeigt, wie man mit Unerschrockenheit die Klippen des Lebens umschifft.

Christiane Lober