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Sonderausgabe „Meinigen“


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Sonderausgabe „Berlin“

Fünf vor, fünf nach

Heinz Freiberg

Es ist fünf vor zwölf. Ich stehe bei Abeler, dem renommierten Uhrengeschäft und -museum von Wuppertal. Gleich ist es soweit. Das Glockenspiel hebt an. Figuren beginnen ihren Reigen.
Chronos, der Wächter der Zeit, tritt links aus einer Fenstertür hervor. Bedeutungsvoll, ja geradezu beschwörend, dreht er seine Sanduhr um. Von rechts folgt ihm der Tod. Der schneidet mit der Sense die Zeit ab, stumm und gnadenlos.
Und während beide wieder hinter den aufgeklappten Fenstertüren verschwinden, intoniert das mechanische Glockenspiel eine fröhliche Melodie: „Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter, …“
Nun kommt der große Auftritt von Zuckerfritz und August Kallenbach. Die beiden Wuppertaler Originale ziehen ihre voraus bestimmte Bahn. Dann ist auch das vorüber.
Die Zeit hat keine Zeit. Die Uhren gehen weiter. Es ist fünf nach zwölf. Das Spiel ist aus, der Figurenumlauf vorbei.
Vergänglichkeit, hier ist’s Ereignis! Oh, großer Dichterfürst, wie recht du hast. Hier in Wuppertal – wo einst alles so hoffnungsvoll begann – geht nun auch alles zu Ende. Aus und vorbei!
Gestern ist sie gestorben, genau um 15:20 Uhr. Wie sehr wird sie uns wirklich fehlen, die teure Tote?* Scheußliches Wetter. Es nieselt. Mir ist kalt. Ich gehe eiligen Schrittes zum Bahnhof. Ich will nur noch nach Hause.

Sonntag, 02. März 2008

* Am Samstag, dem 01. März 2008, beschloss der Bundesdelegiertenparteitag der Partei „DIE GRAUEN – Graue Panther“ in Wuppertal mit
42 zu 12 Stimmen die Auflösung der Partei.