„Immer unter Druck“ – ein Vorhaben in eigener Sache

Vor 20 Jahren, genau am 30. Juli 1988, starteten wir in die Selbständigkeit. Wir übernahmen die wohlbekannte und renommierte Buchdruckerei Gerhard Satke in Halle an der Saale.

Für uns ging damit ein Traum in Erfüllung, die Alpträume in den folgenden Jahren gab es dann gratis.
Aber hoppla, wir leben noch! Eins hat sich bis heute nicht geändert: Wir sind immer unter Druck!

Drei Bücher mit dem gleich lautenden Titel „Immer unter Druck“, sollen im nächsten „Fünfjahrplan“ bis zum Jahr 2013 dazu erscheinen. Nur die Untertitel werden sich unterscheiden. Band 1: „Die ersten drei Jahre“; Band 2: „Vertreibung aus Halle“; Band 3: „Bei Luther und Bach“.

Die offenen Fragen aber sind: Werden diese Bücher überhaupt gebraucht? Werden sie Leser finden? Werden interessierte Leser danach suchen? Werden die hoch verehrten Rezipienten nach dem Erscheinen des 1. Bandes gespannt auf die Bände 2 und 3 warten? Reicht das Geld für den Druck und den Vertrieb der Bücher? Bleibt der Autor dran, am selbst gestellten Mammut-Vorhaben „Große Betriebschronik“? Bleiben ihm Spannkraft und Zeit zum Schreiben? Bleibt er gesund? Und vor allem: Bleibt Frieden?

 

Die „unberührte“ Torte mit dem Wappentier der Drucker

 

Wie man sich Johannes Gutenberg um 1584 vorstellte. Abbildung nach einem Kupferstich von A. Thevet.


Unsere erste Visitenkarte mit Herz

„Immer unter Druck“ ist als ein mehrbändiges „Sach- und Fachbuch“ mit vielfältigen Belegen zur Zeit-, Betriebs- und Familiengeschichte angelegt. Es soll aber auch ein „Druckmuster- und Kundenbuch“ und nicht zuletzt auch ein „Künstlerbuch“ sein, das einmalige individuelle Handschriften präsentiert und dokumentiert.

Unsere Freunde, Kunden, Autoren, Mitstreiter und Helfer waren und sind unser Kapital. Ihnen allen wollen wir aus tiefstem Herzen danken. Nun ist es an uns, all jenen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten stets fest zu uns gestanden haben, etwas zurückzugeben. Das wollen wir – wie könnte es auch anders sein – in gedruckter Form tun.

Es lebe Johannes Gutenberg! Ihm gebührt die Ehre und ein kräftiges: „Gott grüß’ die Kunst!“

Dresden, im Juli 2008

Heinz und Gerlinde Freiberg

Leseprobe

Aus: „Immer unter Druck“, Band 1

„1988. Selbstständig werden? Selbständig sein! War das nun wirklich die wahre Erfüllung? Als wir dann endlich selbständig waren, dauerte es nicht mehr lange, bis wir am eigenen Leibe verspürten, was sich wirklich dahinter verbirgt. Ja, nimm nur das Wort beim Namen, also wörtlich, denn es steckt schon alles drin. Man macht alles selbst und ständig. Wir haben es nicht anders gewollt. Und wir wussten es auch, wenn wir ganz ehrlich sein wollen. Das war beim Bäckermeister Kurt Freiberg und seiner Frau Elli im Schlesischen schon so und bei unserem Onkel, dem Schuhmachermeister Franz König und seiner Frau Anna aus Köthen, nicht anders.“