Das Logo des Buchdorfes

 

Postkarte: Dorfkirche Mühlbeck
Foto: Stephan Reinke, „mz“ Bitterfeld



Dieter Meyer (stehend) bei seiner Eröffnungsrede in der Begegnungsstätte Mühlbeck anlässlich des 1. Autoren-Verleger-Treffens der „Edition Freiberg“.

Foto: Emil Pathe


Autoren-Verleger-Treffen …

… sollen zu einer festen Tradition unseres Verlages werden und mindestens einmal jährlich an wechselnden Orten in Mitteldeutschland stattfinden.

Das 1. Autoren-Verleger-Treffen fand am 10. und 11. November 2007 im ersten deutschen Buchdorf Mühlbeck-Friedersdorf statt. Die Tagung begann zwanglos bei Kaffee, Kuchen und angeregten Gesprächen. Mehr als 40 Autor/innen sowie literaturinteressierte Gäste waren der Einladung gefolgt und hatten sich in der Begegnungsstätte Mühlbeck eingefunden.

Nach der offiziellen Begrüßung durch den Akademieleiter der Trude-Unruh-Akademie, Herrn Dieter Meyer aus Magdeburg, referierte Heinz Freiberg zum Thema: „Der Bitterfelder Weg“. Der – symbolisch betrachtet – einst in Nähe des Tagungsortes beschritten wurde und ein ganz besonderes Kapitel der Literaturgeschichte der DDR darstellt.

Danach gestaltete sich der erste Tag des Treffens zu einem wahren Lesefest, das erst kurz vor Mitternacht endete. Übrigens: Alle Texte, die vorgetragen wurden, vereinen sich in einer Anthologie unter dem Titel „NACHLESE – vorwiegend heiter!“ Die gedruckte Version wird im Spätherbst 2008 zu haben sein. Für nur 5,50 €.

Der zweite Konferenztag wartete mit einer Überraschung auf: Es schneite! Und es war Martinstag! Und wir fuhren nach Lutherstadt Wittenberg, in Luthers Stadt und in die Historische Druckstube zu Andreas Metschke! Das rechtfertigt doch drei Ausrufezeichen. Oder nicht?

Der Buchdruckermeister Andreas Metschke druckte auf der „Nudel“ ein Erinnerungsblatt mit einem Spruch vom großen Reformator und überreichte je ein Exemplar an die Teilnehmer der Exkursion.

„Wer das Schreiben nicht kennt, der meint, es sei keine Arbeit.
Die Finger schreiben – und doch arbeitet der ganze Körper.“

MARTIN LUTHER


Die Autorin Marion Lange

Ich habe mir einen Traum erfüllt

Mein Name ist Marion Lange, ich bin Mitte Vierzig und wohne im Buchdorf Mühlbeck. Schon seit meiner Schulzeit schreibe ich Gedichte und Kurzgeschichten, leider viele Jahre für die Schublade. Doch im Laufe der Zeit reifte in mir immer mehr der Wunsch, ein eigenes Buch zu schreiben und es der Öffentlichkeit zu präsentieren. So erblickte im November 2006 meine Geschichte „Der erfüllte Traum“ unter dem Pseudonym Sylvia Janitz das Licht der Bücherwelt. Mit dem „erfüllten Traum“ hat sich für mich ein Traum erfüllt. Freunde und Kollegen waren begeistert, denn niemand traute mir das zu.

Zum zehnjährigen Jubiläum des Buchdorfes Mühlbeck-Friedersdorf schrieb ich die Heimatgeschichte „Die Reise ins Heimatdorf“ im Eigenverlag und landete damit meinen persönlichen Bestseller. Darum setzte ich mit dem Büchlein „Ein Schiff wird kommen“, Kurzgeschichten, die das Leben schrieb sowie einem Koch- und Backbuch einen Bonus für meine Leser. Auch habe ich mein Pseudonym abgelegt und schreibe jetzt unter meinem richtigen Namen, denn ich habe ja nichts zu verbergen.

Auf dem zehnjährigen Buchdorffest im September 2007 lernte ich den Verleger Heinz Freiberg aus Dresden kennen. Er entdeckte meine schriftstellerischen Fähigkeiten, lud mich zur 1. Autorenkonferenz ein und ermöglichte mir sogar, auf der Leipziger Buchmesse im März 2008 meine vier Bücher selbst zu präsen-
tieren. Dafür gebührt Heinz Freiberg ein ganz großes Dankeschön. Auf der Buch-
messe bekam ich auch einen Einblick über die Kosten eines Messestandes, auch wenn er nur sehr klein ist.

Gemeinsam mit meiner Tochter Franziska, die sich auch an kleinen Geschichten versucht, lud ich am 17. Mai 2008 ins „Wirtshaus am Bernsteinhof“ in Friedersdorf zu meiner ersten öffentlichen Buchlesung ein. Ich freute mich, dass so viele Gäste meiner Einladung folgten und alle nahmen an der Buchtombola „Jedes Los – ein Buch, jedes Buch – ein Gewinn“ teil. Damit und mit anderen kleinen Spenden erreichten wir einen Erlös von 50 Euro für das Messekonto der Buchmesse 2009. Vielleicht kann ich andere Autoren animieren, es mir nachzumachen, und unser Messekonto aufzufüllen. Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.

In diesem Sinne hoffe ich, zur 2. Autorenkonferenz am 4. und 5. Oktober 2008 in Gera, viele Schriftsteller zu treffen und ich freue mich auf den Erfahrungsaus-
tausch.

Marion Lange

Wir schwebten geradezu nach Hause

Das 2. Autoren-Verleger-Treffen fand am 04. und 05. Oktober 2008 in Gera statt. Wie es da so gewesen ist, möchten Sie wissen? Hier ein paar Antworten darauf. Bitte lesen Sie selbst:

„Liebe Familie Freiberg, nochmals herzlichen Dank. Wir hatten ein wunderschönes Wochenende.“

Günther Mainzer, Halle/Saale

„Sehr geehrte Familie Freiberg, zunächst ein nochmaliges riesengroßes Dankeschön für dieses besondere Autorentreffen in Gera. Für die Verarbeitung der vielen Eindrücke wird es wohl noch eine Zeit brauchen. Es war einfach faszinierend, in einer solch neuen Runde von angenehmen Menschen zu verweilen und sich auszutauschen. Ihr Engagement für die Literatur und noch unbekannte Autoren ist so was von beispielhaft, dass mir die Worte fehlen.“

Eva Lindner, Burgstädt

„Liebe Frau Freiberg, lieber Herr Freiberg! Bin immer noch beeindruckt vom Treffen mit Ihnen und den Autoren. Mein Dank an Sie für das erfolgreiche Wochenende in Gera mit interessanten Begegnungen.“

Charlott R. Kott, Braunschweig

„Liebe Gerlinde, lieber Heinz Freiberg, langsam setzt sich das Gehörte und ich bin wieder zu klaren Gedanken fähig. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für diese Zusammenkunft und das wir so herzliche Aufnahme fanden. Wir fühlten uns vom ersten Augenblick an dazugehörig … Alle fühlten sich herzlich aufgenommen und von Vortrag zu Vortrag wuchs das Verständnis untereinander und eine wunderbare vertrauensvolle Atmosphäre entstand und wärmte unsere Herzen. Wir schwebten geradezu nach Hause, voller Begeisterung über alles Erlebte und die eindrucksvollen Begegnungen.“

Margit Aurich, Mühlau


Da bekommt man ja vor lauter Lob ganz rote Ohren, aber besser rote Ohren von schmeichelnden Worten als von Ohrfeigen. Im direktesten Sinne gab es auch nichts auf die Ohren, obwohl ein Brief von Herrn Ulrich Elste aus Halle im Nachhinein sehr zu denken gibt. Er hatte von unserem Treffen ganz einfach mehr (vielleicht zu viel!?) erwartet und war sehr enttäuscht. Er verließ die Tagung rasch und wortlos, noch bevor diese richtig begonnen hatte. – Schade! Sein Brief, den man vielleicht mit der Überschrift „Die hohe Verantwortung der Autoren und Verleger gegenüber den Menschen“ übertiteln könnte, ist eine wertvolle Diskussionsgrundlage und sollte bei nächster Gelegenheit auf die Tagungsordnung gesetzt werden.

Besonders zu danken ist:

  • Frau Ruth Piehler vom Seniorenschutzbund "Graue Panther" e.V. Gera für den angenehmen Aufenthalt in der Tagungsstätte Talstraße und die perfekte Versorgung an beiden Tagen
  • dem Maler, Graphiker und Illustrator Falk-Ingo Renner aus Gombsen bei Kreischa für seine Porträtstudien sowie
  • Herrn Rudolf Barkowski und Gattin vom Kulturmagazin „IMPETUS“ des „O.K. Gera – Bürgerfernsehen“ für die Öffentlichkeitsarbeit

2. Autoren-Verleger-Treffen in Gera


Schnappschuß vom Tagungsort: Charlott R. Kott, Falk-Ingo Renner und Dr. Siegfried Schmidt (v.l.n.r.) während der
äußerst lebhaften Aussprache am ersten Beratungstag in den Räumen des Seniorenschutzbundes Gera.


Nach der Lesung am Vormittag des zweiten Konferenztages ging es in die „Höhler“ von Gera. Tief unter der Stadt
gab es viel Wissenswertes zu erfahren, herzhafte Schmalzbrote und ein kräftiges „Höhlerbier“.
Beide Fotos stellte Frau Kott aus Braunschweig zur Verfügung.